50 x 1. Platz in der S-Klasse für Stubbens
Geschrieben von Ursula Jarré   
Dienstag, 9. März 2010

3608149132_e660539191_o1In der Goldspur …

Interview mit Walter und Luise Stubben

Walter und Luise Stubben vom Grün-Gold-Club Bremen haben sich am 21. Februar den 50. Sieg in der S-Klasse und damit das goldene Turnierabzeichen nach nur 295 Turnieren seit der D-Klasse ertanzt, was bisher nur wenigen Paaren im Landesverband Bremen gelungen ist.
Grund genug, sich mit den Beiden an einem Samstagnachmittag zu einem entspannten Gespräch bei Kaffee und Kuchen zu treffen.
 Herzlichen Glückwunsch zu eurem goldenen Turnierabzeichen!
Vielen Dank (beide strahlen im Duett)! Wir freuen uns ganz besonders darüber, dass wir jetzt so viel Spaß und Erfolg beim Tanzen haben, denn es war ein langer und manchmal nicht so einfacher Weg bis dahin.
Seid ihr eigentlich immer noch aufgeregt bei einem Turnier?
Luise: Doch auf jeden Fall. Kurz vor dem Turnierort stellt sich immer Nervosität ein. Das ist wichtig, um gute Leistungen zu bringen. Dieses Gefühl ist nach wie vor da.
 Warum seid ihr gerade in den letzten Jahren so erfolgreich?
Habt ihr da ein Rezept?
Wir versuchen alle Informationen unserer Trainer, gepaart mit unseren Erfahrungen, umzusetzen. Dabei ist es uns besonders wichtig, sich über das Trainingsziel vorher gemeinsam abzustimmen. Davon abgesehen haben wir die Erfahrung gemacht, dass die Zeit ein ganz wichtiger Faktor ist. Viele Dinge brauchen ihre Zeit, damit man sie tänzerisch verstehen kann. Außerdem ist es ein Hobby zu zweit, bei dem ein „Wir-Gefühl“ erst entstehen muss.
Tanzen ist auf der einen Seite ein Sport, der aber mühelos wirken soll. Um diese Balance als Paar auszudrücken, bedarf es einer tänzerischen Entwicklung, die Zeit benötigt
.
„Apropros Zeit“ Wie lange tanzt ihr eigentlich schon Turniere?
Luise: Wir haben uns in einer Tanzschule 1973 in Bremen kennen gelernt und zu meiner Freude sofort Turniere getanzt. (Luise lacht) Walter hatte schon vorher Turniererfahrungen gesammelt. Ab 1975 bis etwa Ende der 80iger Jahre haben wir, bedingt durch unsere Kinder und Ausbildung, eine lange Turnierpause gemacht und sind dann wieder langsam in das Turniergeschehen eingestiegen.

Walter: Zu der damaligen Zeit war Luise die treibende Kraft beim Tanzen, während ich eher meine Tenniskarriere vor Augen hatte. Aber Luise hatte mir versprochen, dass wir beim Aufstieg in die B-Klasse aufhören werden. Das hatte mich beruhigt. Dieses Versprechen wurde aber nach jedem Aufstieg erneuert bis wir dann 1995 die S-Klasse erreicht hatten. Ab diesem Zeitpunkt war ich dann auch fest mit dem Tanzvirus infiziert.
Man sagt dem Tanzen nach, dass es ein sehr zeitaufwendiges Hobby sei. Wie oft sind eure Tanzschuhe im Einsatz?
  Die Tanzschuhe sind eigentlich jeden Tag mit im Gepäck. Wir trainieren selbst 4x in der Woche und unterrichten zusätzlich noch verschiedene Trainingsgruppen auf unterschiedlichen Niveaus. Dabei macht uns das Unterrichten besonders viel Freude, denn wir können unser Wissen und unsere Erfahrungen an andere Paare weitergeben. Besonders wichtig ist es uns, Spaß an der Bewegung und dem Tanzen zu vermitteln.
Umgekehrt lernen wir selbst auch ganz viel bei dieser Tätigkeit, was uns einen neuen Blick auf unser eigenes Tanzen eröffnet.
  Das Jahr 2010 verlief bis jetzt sehr erfolgreich für euch.
Habt ihr euch noch weitere Ziele gesteckt?
Walter: Auf jeden Fall (Walter schmunzelt über beide Ohren). Im Frühjahr möchten wir uns einen ganz großen Traum erfüllen. Wir möchten in Blackpool „dem Wimbledon der Tänzer“ an den Start gehen und diese Atmosphäre erleben.
Möchtet ihr abschließend noch etwas sagen?
Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Trainern, die uns bis jetzt begleitet und uns zahlreiche Tipps sowie Hinweise während unserer gesamten Tanzsportkarriere gegeben haben, bedanken.
Unsere Erfolge haben wir all diesen Trainern zu verdanken
.


Vielen Dank für das Gespräch
das Interview hat Wolfgang Ahlrichs geführt.