Portrait Dmytrii Forostianov
Dmytrii Forostianov, den alle nur Dima nennen, entdeckte seine Leidenschaft für das Tanzen schon in jungen Jahren. „Ich habe mit fünf Jahren angefangen zu tanzen“, erzählt er. Der entscheidende Impuls kam aus der Familie, denn „meine Mutter hat mich zum Tanzen gebracht“. Gleichzeitig war er sportlich vielseitig aktiv: „Ich habe nebenbei auch Karate gemacht“, sagt er, was seinen Ehrgeiz und seine Disziplin früh geprägt hat.
Auf seinem Weg im Tanzsport spielten vor allem die Menschen um ihn herum eine zentrale Rolle. „Meine Trainer und meine Partnerinnen haben mich am meisten geprägt“, erklärt Dima. Besonders wichtig ist ihm dabei die zwischenmenschliche Ebene: „Es ist wichtig, mit den Leuten die passende Connection zu finden, damit es klappt.“ Für ihn ist Tanzen immer Teamarbeit auf höchstem Niveau.
Seine größte Inspiration findet er auf und neben der Fläche. „Die Musik, das Publikum und meine Partnerin Helene inspirieren mich besonders“, beschreibt er seine Motivation bei Turnieren und im Training. Tänzerisch fühlt er sich vor allem in zwei Tänzen zuhause: „Meine Lieblingstänze sind Tango und Slowfox.“ Als sportliches Vorbild nennt er eine Ikone des Tanzsports: Mirko Gozzoli.
Auch schulisch und beruflich ist Dima klar fokussiert. „Ich habe mein ukrainisches Abitur in der Tasche“, berichtet er. Derzeit lebt er in Berlin, wo er sich auf seine Zukunft vorbereitet: „Ich mache hier eine schulische Ausbildung zum Sportkaufmann.“
Seine sportlichen Ziele sind groß – und bewusst so formuliert. „Ich möchte mehrfach Weltmeister werden“, sagt er selbstbewusst. Dahinter steckt der Wunsch, Spuren zu hinterlassen: „So sollen sich die Leute später an mich erinnern.“ Auch privat verfolgt er klare Pläne: „Ich möchte meinen Führerschein machen und meine Ausbildung gut abschließen.“
Sein bislang größter sportlicher Erfolg ist eng mit einem der wichtigsten Turniere der Welt verbunden. „Der Gewinn des internationalen Turniers bei den German Open Championships in Stuttgart ist mein größter Erfolg“, erzählt Dima. In seiner bisherigen Karriere tanzte er mit mehreren Partnerinnen. Mit Sofia war er ein Jahr lang vor allem im Lateinbereich aktiv und startete für Bremen. Besonders prägend war jedoch seine siebenjährige Partnerschaft mit Nika Minkova in der Ukraine. Gemeinsam wurden sie ukrainische Meister der Junioren-II-Klasse und erreichten das Finale in der Jugend.
Dmytrii Forostianov steht damit für einen Tänzer, der Disziplin, Emotion und große Ziele miteinander verbindet – und dessen Blick klar auf die Weltspitze gerichtet ist.